03.10.08

Triopse!

Veröffentlicht in Triopse tagged um 1:01 von naibafrenbe

Triopse sind Urzeitkrebse, sogenannte lebende Fossilien. Triops bedeutet „der Dreiäugige“ und kommt aus dem Griechischen. Triopse kommen in verschiedenen Ausprägungen vor – europäische, amerikanische, australische – und in den diversesten Unterarten.

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Wie man aus Versteinerungen weiß, hat er sich in den letzten 220 Millionen Jahren nicht verändert.

Der Triops hat einen Rückenpanzer, wird etwa 5 Zentimeter groß und ist ein Allesfresser. Er kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis vor.

Seine „Wohnung“ sind Pfützen und Überschwemmungstümpel. Da dort immer nur zeitweise Wasser ist, musste er sich anpassen. Deshalb wird er nur etwa 70 Tage alt, legt schon mit rund 10 Tagen Eier. Die Eier müssen mindestens einmal trocknen, bevor sie schlupffähig sind.

In der Zeit des Wachstums der Triopse ist es besonders interessant ihnen bei der Häutung zuzusehen. Ihre Körperhülle kann nicht mitwachsen und muss deshalb gerade in der Anfangszeit häufig gewechselt werden. Dazu macht der Triops heftige Bewegungen. Die alte Hülle kann man dann aus dem Becken fischen und genauer ansehen. Man kann daran gut die einzelnen Körperteile des Triops erkennen.

Nach ein bis zwei Wochen erkennt man die kleinen Eiersäckchen am Rande des Panzers. Die Triopse buddeln jetzt noch mehr als bisher im Sand und legen dabei ihre Eier ab. Fast alle Triopse sind weiblich, ich selber hatte leider auch noch nie ein Männchen. Triopse vermehren sich nämlich meistens ungeschlechtlich durch Jungfernzeugung, das heißt, es werden keine Männchen gebraucht. Die jetzt ausgewachsenen Triopse zu beobachten macht sehr viel Spaß.

Manchmal schwimmen sie mit dem Bauch nach oben oder sie krümmen sich lustig, manchmal rasen sie durch das Becken, dann wieder sind sie wie wild am Buddeln.

Aber nach 70 bis 90 Tagen sterben sie leider. Das ist sehr traurig. Aber es wartet auch gleich Arbeit. Das Eier-Sand-Gemisch muss getrocknet werden. Es wird auch empfohlen, die Eier mal einzufrieren, um eine Frostperiode zu simulieren.Und dann kann es wieder von vorne los gehen.

(Dank an Lukas Mairon!)

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